Zuschauerstimmen

Viele Eltern fragen sich heute, was ihre Kinder lernen müssen, um in der Zukunft zu bestehen. Knillis Filmdokumentation zeigt, wie die Vermittlung von Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein im Unterricht der Waldorfschule im Mittelpunkt stehen. Dabei gibt sie einen fundierten Einblick in die Arbeitsweise des Klassenlehrers in der Waldorfpädagogik. Ich empfehle die Filme außerdem als Anregung für jeden Lehrenden. Der empathische Blick der Filmemacherin auf die Kinder ist beispielhaft.
Walter Riethmüller, Bund der Freien Waldorfschulen, Stuttgart

Als Kinderarzt wünsche ich mir Pädagogen zur Seite, die Kindern nicht nur Wissen und Fähigkeiten vermitteln, sondern stets auch ihre Gesundheit im Auge behalten. Gerade das erlebt man an der Klassenlehrerin Christiane Umbach in dieser Filmtrilogie. Es ist faszinierend, begeisternd und an keiner Stelle langweilig, wie hier Kinder durch die ersten acht Jahre einer Waldorfschule geführt werden. Hinter den Filmen steckt eine Arbeit von vielen Jahren. Erstmals ist es gelungen, authentisch, lebensnah und umfassend das Konzept der Waldorfpädagogik im Film darzustellen. In einer Zeit, in der etwa fünfzig Prozent aller Schüler an überwiegend psychosomatischen Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen, Schlaf- und Ess-Störungen leiden, braucht es Schulen, die ohne falschen Leistungsdruck Schülern eine elementare Freude am Lernen vermitteln, am Lernen für das Leben und nicht nur für gute Noten. Wie Schüler ein gesundes Selbstgefühl und eine gute Sozialkompetenz entwickeln können, das zeigen diese Filme.
Dr. med. René Madeleyn, Kinderarzt / Neuropädiater, Filderstadt

Es sind ehrliche Dokumentarfilme über das Heranwachsen, immer wieder konnte ich neue kleine Details entdecken in der Komposition von Bild, Sprache und Musik; ein nachdenklicher Blick, die kleine neckende Geste, ein lautes Lachen, die erschöpfte Lehrerin. Mit viel Einfühlungsvermögen bleibt die Lehrerin an den Jugendlichen und wird auch selbst zur Lernenden. All das hat die Regisseurin mit solch einer Leichtigkeit eingefangen und trotzdem nicht verschwiegen, welch harte Arbeit es ist mit einer Klasse über acht Jahre unterwegs zu sein.
Evelin Franke, Pastorin, Hardisleben

Diese pädagogische Arbeitsweise bestätigt die Ergebnisse der Hirnforschung – und ist damit sehr modern. Lernen mit allen Sinnen ist Lernen mit Gefühlen. Es verbessert die Aufmerksamkeit, die Konzentration, das Gedächtnis und der Lernstoff bleibt besser „hängen“. Viele Hirnregionen werden aktiviert und die Kinder werden zu Könnern, die stolz auf ihre Leistungen sind. Und Stolz ist nicht nur „ein gesundes Doping“ (L. Jäncke), sondern beste Prävention gegen Gewalt und die Grundlage für ein aktives, lustvolles und erfülltes Leben. Ich empfehle die Filme wegen ihrer gesellschaftlichen Relevanz. Sie sind nicht nur für Lernende und Lehrende beispielhaft, sondern können einem größeren Publikum vermitteln, wie Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein gelehrt und gelernt werden.
Ingrid Hülsmann, Psychotherapeutin / Projekt LILLI für Gewalt-Prävention

Selbstbewusst treten die Achtklässlerinnen und Achtklässler auf und tragen ganz individuell ihre Sicht auf ihre Schulzeit, ihre Lernmotivation und auch auf ihre Lehrerinnen und Lehrer vor. Mich haben diese Schüler-Interviews ganz besonders in den Bann gezogen. Schon jetzt kann man die Aussage wagen, dass diese jungen Menschen mit einem ganz sicheren Fundament aus Selbsterfahrung und Selbstsicherheit ihren Weg im Leben finden werden.
Christian Boettger, Pädagogische Forschungsstelle Bund der Freien Waldorfschulen, Stuttgart

Man erlebt unmittelbar, wie sich die Beziehung der Lehrerin zu ihren Schülern im Laufe der Jahre verändert: in den ersten Klassen mehr Form gebend und führend, in den Klassen sechs bis acht mehr Freiraum gebend zur Selbstorganisation. Der Weg von der Führung zur Selbstführung ist in Knillis Langzeitbeobachtung anschaulich dokumentiert.
Rudi Ballreich, Mediator / Unternehmensberater, Stuttgart

Acht Jahre durch Höhen und Tiefen miteinander zu wachsen, konnte gelingen, weil die Beziehung im Vordergrund stand und die Lehrerin es als ihre Aufgabe gesehen hat, die einzelnen Schüler in Resonanz mit den Lerninhalten zu bringen. Und sie hat das Kunststück vollbracht, die werdenden Persönlichkeiten immer wieder neu zu entdecken und dem einzelnen Menschen Raum zur Entfaltung zu geben. Sie hat den SchülerInnen die Werte vermittelt, mit denen sie unsere Gesellschaft bereichern werden. Sie sind einfühlsam, mutig, selbstsicher und können das, was sie wollen und antreibt, verstehen und sich dafür einsetzen. Danke für diese Filmtrilogie, die Eltern, Pädagogen und Schüler ganz sicher nachdenklich und hoffentlich mit Mut zur Veränderung unserer Lernwelten in die Zukunft blicken lassen wird.
Astrid Draxler, Familientherapeutin / Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein, München

In diesem dokumentarischen Film-Kunstwerk wird konkret sichtbar, wie zur Entwicklung des Kindes Herz, Kopf und Hand gleichermaßen angesprochen, gefördert und gefordert werden. Denn Ziel der Waldorf-Pädagogik ist es, die Eigenständigkeit jedes Kindes zu wecken und soziale Kompetenzen zu entwickeln. Der beste Beweis für den Erfolg dieser Pädagogik und die kreative Leistung der Klassenlehrerin wird am Ende der achten Klasse erbracht, wenn die Schülerinnen und Schüler in gegenseitigen Interviews über ihre Schule, die Klassenlehrerin, die Klassengemeinschaft und ihr eigenes Lernen sprechen. Ich möchte jedem Kind gönnen, auf diesem Weg sich selber zu finden!
Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Glasl, Unternehmensberater / Konfliktforscher / Mediator, Salzburg

Was mich bewegt und begeistert an Maria Knillis Dokumentation ist das Engagement, die Sorgfalt und Geduld oder anders gesagt: die Liebeund das tiefe Wissen über menschliche Entwicklung, mit dem die Kinder begleitet, unterstützt und gefordert werden, das über Jahre allmählich entfalten zu können, was in ihnen steckt. Das spiegelt die Lehrerin wieder, die Atmosphäre in der Waldorfschule und die Konzentration der Kinder und auch die Ausdauer und Mühe, die Maria Knilli und ihr Team sich gemacht haben, die Klasse über acht Jahre zu begleiten und so eine Dokumentation voller Poesie und Sachlichkeit zugleich fertig zu bringen.
Ingo Herbst, Feldenkraislehrer, München